Man könnte denken, ein Dieb hat uns die rosarote Brille geklaut.
Stellen wir uns doch einmal vor, wie leicht, wie beschwingt, wie beglückt wir sein könnten. Wir leben in einem wunderschönen Land, in Sicherheit, in Frieden, mit eigentlich wunderbaren Menschen. Dennoch fühlt sich für fast alle die Realität unsicher und schwer an. Rosarote Brille? Fehlanzeige.
Es fehlt sogar die Vision, dass alles gut wird. Schade eigentlich, denn jede Baustelle wird fertig, jeder Krieg geht mal zuende, jede schlechte Stimmung zieht vorüber und jede Rezession hört irgendwann auf. Nur was passiert bis dahin mit uns?
Wir verlernen das Lachen und längst hat der mausgraue Ausblick die rosarote Brille übernommen. Sollte nicht so sein, denn das Leben ist schön. Selbst graue Herbsttage haben in ihrer Erhabenheit etwas poetisches.
Also machen wir das beste draus und trotzen den Realitäten. Eine bunte Bluse, eine bunte Tunika…heben die Lebenslust auf ein anderes Niveau. Klingt abgedroschen ist aber so!
Wenn wir morgens in den Spiegel schauen und strahlende Farben sehen, gehen wir einfach positiver durch den Tag, das ist mein Feeling.
Die Menschen sehnen sich nach Blickfängen, raus aus der Leere, hinein in eine Welt in der man gerne die rosarote Brille aufsetzt, denn die ist magisch und erkennt das Schöne.
Was mich angeht, gibt es viele Realitäten in meinen Leben, Krankheiten bewältigen, Abschied nehmen, aber auch viel Liebe und Geborgenheit über alle Grenzen hinweg.
So ist das Leben, Realitäten akzeptieren und Träume weiterleben schliesst sich für mich nicht aus.
Alles ist komplizierter geworden, ich muss jeden Tag AI Updates zulassen, weil alles, was ich gestern konnte, heute schon wieder anders ist. Work Flows verändern sich, da ich niemals aufhören möchte zu arbeiten, es sei denn meine Gesundheit macht nicht mehr mit. Das ist wirklich herausfordernd und ich kann Mitmenschen verstehen, die sagen ich hör auf, ich mach da nicht mehr mit.
Das bedeutet aber auch, wir sind raus aus dem Entwicklungsprozess, wir fahren auf Verschleiß, solange es geht und dann ist vorbei.
Klingt auch nicht gut, also mein Vorschlag: Wir bleiben bunt, wir bleiben anders und zeigen allen, wie schön die Welt sich darstellen kann, denn wir sind ein sichtbarer Teil davon.
Jeder von uns ist ein einzigartiges Kunstwerk, ein Unikat, das es zu pflegen und zu inszenieren gilt!











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